Der Intraday-Markt ist ein zentrales Segment des Spotmarktes und ermöglicht den kurzfristigen Kauf und Verkauf von Strom innerhalb eines Tages. Im Gegensatz zum Day-Ahead-Markt, bei dem Strom einen Tag im Voraus gehandelt wird, ermöglicht der Intraday-Markt Anpassungen bis kurz vor der tatsächlichen Lieferung. Dadurch können Energieversorger, Stromhändler und Industrieunternehmen flexibel auf kurzfristige Veränderungen von Angebot und Nachfrage reagieren.
Der Intraday-Handel, auch bekannt als Intraday Trading, ist ein wichtiges Instrument für die Integration erneuerbarer Energien ins Stromsystem, da er Schwankungen von Wind- und Solarenergie in nahezu Echtzeit ausgleichen kann.
Auf dem Intraday-Markt wird Strom kontinuierlich gehandelt, in 15-Minuten-Intervallen, Stundenblöcken oder auch größeren Zeitfenstern. Marktteilnehmer können dadurch ihre Prognosen laufend anpassen und Abweichungen von geplantem und tatsächlichem Verbrauch oder Erzeugung ausgleichen.
Der Handel erfolgt über die Strombörsen, in Europa vor allem über die EPEX SPOT, die den zentralen Intraday-Markt für Deutschland und weitere Länder betreibt. Für Industrieunternehmen ohne eigenen Börsenzugang übernehmen häufig Direktvermarkter oder Energiehändler diesen Prozess.
Der Intraday-Handel gliedert sich in mehrere Schritte:
Besonders relevant ist der Handel in 15-Minuten-Intervallen, da sich hier kurzfristige Flexibilität am besten darstellen lässt.
Der Intraday-Handel ist ein zentrales Element moderner Strommärkte. Für Industrieunternehmen eröffnet er die Möglichkeit, Energiekosten durch flexible Laststeuerung aktiv zu senken und gleichzeitig die Integration erneuerbarer Energien zu unterstützen.
In Verbindung mit Day-Ahead-Handel und intelligentem Energiemanagement können Unternehmen ihre Beschaffungskosten optimieren, ihre Eigenproduktion vermarkten und sich langfristig wettbewerbsfähig aufstellen.

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