Lastverschiebung – häufig auch Lastmanagement, Demand Side Management oder Flexible Loads genannt – ist die flexible Verlagerung von Energieverbräuchen in Zeiten, in denen Strom günstiger, grüner oder besser verfügbar ist. Ziel ist es, Lastspitzen zu reduzieren, Energiekosten zu senken und das Energiesystem insgesamt effizienter zu betreiben. Unternehmen können so ihre Energieflüsse besser steuern und von Preissignalen sowie netzdienlichen Effekten profitieren.
Von dynamischer Lastverschiebung spricht man, wenn Energieverbräuche nicht nach festen Zeitplänen, sondern automatisiert und in Echtzeit an wechselnde Rahmenbedingungen angepasst werden. Während klassische, statische Lastverschiebung auf vordefinierten Schaltzeiten basiert, reagiert dynamische Lastverschiebung auf Strompreise, Netzlast, Wetterdaten, Eigenstromerzeugung oder Anlagenzustände. Möglich wird das durch intelligente Energiemanagementsysteme, die Verbrauch, Erzeugung und Speicher kontinuierlich analysieren und Lasten selbstständig optimieren. Dadurch trägt die dynamische Lastverschiebung zur Netzstabilität bei, wie auch die Bundesnetzagentur in ihren Erläuterungen zu Lastmanagement und Flexibilität beschreibt.
Typische Beispiele sind das zeitversetzte Betreiben von Maschinen, das Laden von Batteriespeichern oder das Steuern von Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur abhängig von externen Signalen.
Durch steigende Energiekosten, volatile Strommärkte und die wachsende Integration erneuerbarer Energien nimmt der Bedarf an Flexibilität zu. Unternehmen profitieren von dynamischer Lastverschiebung, weil sie:
Im Kern basiert dynamische Lastverschiebung auf drei Schritten:
Lastverschiebung ist ein zentraler Bausteinmoderner, flexibler Energiesysteme. Unternehmen, die Energieverbräuche vorausschauend steuern und automatisiert anpassen, senken nicht nur ihre Kosten, sondern schaffen auch die Grundlage für eine effiziente, resiliente und klimafreundliche Energieversorgung.

In einem sich wandelnden Energiesystem wird die Fähigkeit, Energie zu speichern und zu steuern, immer mehr zum Wettbewerbsvorteil – gerade für Industrieunternehmen. Doch nicht immer braucht es dafür klassische Batteriespeicher. Unternehmen können Energie speichern ohne Batterie – durch intelligente Nutzung vorhandener Anlagen und Prozesse.

Vorletzten Mittwoch kam es aufgrund eines technischen Fehlers zu horrenden Strompreisen an der Strombörse. Für einige Industrieunternehmen wurde das teuer – unsere Kunden waren durch intelligentes Energiemanagement abgesichert.

Immer mehr Unternehmen planen, in Batteriespeicher zu investieren. Ob zur Lastspitzenkappung, Eigenverbrauchsoptimierung oder als Teil eines Multi-Use-Ansatzes: Die Erwartungen sind hoch. Doch zu oft wird der Speicher gekauft, bevor klar ist, was er im konkreten Einsatz wirklich leisten kann. Eine fundierte Batterie-Simulation kann genau das verhindern.